Über mich

Ich bin 1977 geboren und in der DDR sozialisiert worden. Als evangelisch erzogener Mensch gehörte ich jedoch vom Denken eher  zur Opposition als zu den Mitläufern.

1989 nahm ich mit meinen 12 Jahren an Friedensgebeten und Montagsdemonstrationen teil, die es auch in Aschersleben gab. Seit 1998 bin ich Agnostiker und 2003 trat ich aus der Kirche aus.

Ich bedaure zu sehen, wie sich die freiheitliche Demokratie, für die ich 1989 gekämpft habe immer mehr zu der Diktatur entwickelt hat, die ich vor 1989 schon einmal erlebt habe. Am Telefon (und neuerdings im Internet) nicht alles sagen zu können, was man will - das hatten wir damals im Osten schonmal - und es hat der Gesellschaft und dem Einzelnen alles andere als gut getan....

 

1996 - 1997 diente ich zivil im Krankenhaus in Aschersleben. Für mich als Pazifist war klar, dass ich mich nicht zum Töten ausbilden lasse. Wäre die Wende nicht gekommen, hätte mich diese Einstellung entweder in den Westen oder ins Gefängnis gebracht...

 

1997 - 2001 studierte ich in Leipzig.

 

2003 wurde ich Steuerfachangestellter Berlin und 2007 Bilanzbuchhalter.

 

Im Dezember 2013 begann ich, regelmäßig Traumtagebuch zu schreiben. Meinen ersten bewusst herbeigeführten Klartraum hatte ich dann im Januar 2014 (sogar per WILD)

Hier meine Aufzeichnungen dazu:

 

[WILD hat funktioniert. Ich liege lange wach und zucke ab und an. Dann bin ich im Halbtraum.]

"Ich bin in einer Computerspielwelt. Mir kommt der Gedanke, wenn ich diesem Weg folge, dann würde ich an einen Platz mit Wäscheleine kommen, wo ich mich selbst liegen sehen würde. Ich folge diesem Weg als plötzlich die Schlafparalyse einsetzt. Mein Körper wird plötzlich total schwer und ich habe das Gefühl, in den Traum zu versinken.

Ich liege im Bett und B. steht vor mir. Er hat einen schwarzen Anorak an, die Kapuze ist hochgeklappt. Ich sage ihm, dass ich träume.
"Das ist schön für dich.", antwortet er emotionslos.
Wie mit einer inneren Explosion breitet sich ein Glücksgefühl aus. Ich sage ihm, dass ich nun üben muss, im Traum zu bleiben.
Er soll mir etwas über A. erzählen, was ich noch nicht weiß. Er druckst rum, weil er dann Ärger bekommt.
"Muss ja nichts Wichtiges sein.", sage ich.
"Das ist alles wichtig.", antwortet B.

Ich fühle mich mittlerweile sicher genug, was anderes auszuprobieren. Ich will B. in mich selbst verwandeln, um mir Fragen zu stellen.
Ich rücke zu ihm und schaue ihm ins Gesicht. Er hat plötzlich hellblaue Haut und Reptilienaugen.
"Du sollst Uwe sein!", sage ich laut.
Zuerst passiert nichts. Dann stelle ich mir vor, wie ich mir selbst gegenüberstehe.

Von oben nach unten wird mein Abbild in den Traum gescannt. Es hat braunere Haut als ich. Darüber wundere ich mich.
"Hallo ich!", sage ich.
"Hallo Du!", sagt mein Ich und dreht sich verlegen weg."

 

Als Exraucher und Nikotinabhängiger (ich kam nur durch einem Aufenthalt in einer Entzugsklinik vom Rauchen los) genieße ich die ein oder andere Zigarette im Klartraum. Abhängige träumen oft davon, ihre Droge zu konsumieren. Alkoholiker trinken und Raucher rauchen in ihren Träumen, wenn Sie sich in einer cleanen Phase befinden. Das ist mittlerweile zu einem Traumzeichen von mir geworden. Immer wenn ich rauche, merke ich, dass ich träume. Und sobald die Klarheit da ist, verschwindet auch das schlechte Gefühl und das schlechte Gewissen - ich kann dann entspannt und genüsslich einem Laster nachgehen, von dem ich dachte, dass ich ihm für den Rest meines Lebens entsagen müsste.

 

Seit 2014 bin ich Pescetarier und verzichte um der Tiere willen auf Fleisch. In meinen Träumen esse ich jedoch weiter Fleisch - denn da muss kein Tier dafür sterben.

 

Von Juli 2015 bis Dezember 2015 schrieb ich für den mittlerweile nicht mehr existierenden Blog "Meine Frima und ich".

 

Seit Oktober 2015 studiere ich Psychologie an der Humboldt-Univerität zu Berlin.

 

Seit Juni 2017 blogge ich über psychologische Themen auf CogniFit.

 


Von August 2017 bis Dezember 2017 praktizierte ich unentgeltlich zu Forschungszwecken am Donders Institute in Nijmegen.

Seit Dezember 2017 bin ich drogenfrei, indem ich meine letzte Droge, den Kaffee entzog. Seit Mitte Dezember 2017 esse ich keinen Zucker mehr. Seitdem nehme ich die doppelte Menge Nahrung zu mir und nehme trotzdem ab.

Seit April 2018 bin ich Veganer.