Die Saat keimt – Veganer Supermarkt in Berlin

 

 

 

 

In Köpenick gibt es laut google nicht mal ein veganes Restaurant (nur omnivore). Ich war neugierig, wie lange ich fahren muss, um einen veganen Supermarkt zu finden.

 

 

 

In Neukölln wurde ich fündig. Da ich ein Auto habe, ist das nicht soweit weg. Ich machte mich auf den Weg. Warum sollte ich bei Aldi und REWE kaufen? REWE verherrlichte die Tiertötung mit großen bunten Flachbildmonitoren bei meinem letzten Besuch. „Dem Tierwohl verpflichtet“ über Leichenteile zu schreiben, die zum Verkauf ausliegen ist schon mehr als zynisch – das ist wie wenn man an ein KZ schreibt: „Arbeit macht frei.“, aber wer weiß, wenn man sich Kultur und Politik der letzten Zeit so ansieht, sind wir von einer Wiederholung der Geschichte einen Atemzug entfernt.

 

 

 

Ich kam also bei Dr. Pogo an (https://www.veganladen-kollektiv.net/veganladen/) und musste dringend auf Toilette. Ich durfte sie benutzen. Auf dem Klo waren lustige Aufkleber, wie: „Chuck Norris schafft den Bachelor in Regelstudienzeit.“

 

 

 

Ich unterhielt mich mit einer Verkäuferin. Ich fragte, ob ich meine Katz vegan ernähren könnte. Das Angebot war da. Aber eine kürzlich Umfrage auf Facebook ergab, dass so ziemlich alle meine Freunde überzeugt waren: Katzen sind Carnivore, also Fleischfresser. Und die Ärzte singen in dem Lied (https://www.youtube.com/watch?v=hSYIG0KjzEc), das mich seinerzeit zum Pescetarier machte: „Nur meine Katzen kriegen Kuhragout aus Dosen!“ Also, was nun? Warten bis Laborfleisch flächendeckend verfügbar wäre? Oder konnte man Katzen doch vegan ernähren? Die Verkäuferin gab sich diplomatisch und sagte, es gibt verschiedene Meinungen. Eine Tierärztin sagte, die Katzen würden krank werden, eine bekannte Familie allerdings ernährte ihre Katze jetzt schon 5 Jahre ohne Mangelerscheinungen. Ich warte mal ab, ob daraus 15 Jahre werden oder Laborfleisch auf den Markt kommt. Denn mein Katzenkater steht mir näher als andere Tiere, immerhin ist er mein „externes Unterbewusstsein“.

 

 

 

Ich bezahlte 76,08 € und der Einkauf passte in zwei Beutel. Jetzt könnte man meinen, das wäre teuer, aber man muss bedenken, dass jedwede unnötige Verpackung nicht dabei ist und Plastik (https://utopia.de/plastik-muell-meer-karibik-68438/) schon gar nicht. Die Tomaten und Kartoffeln nahm ich lose mit nach Hause. Schließlich haben diese Nahrungsmittel eine von der Natur mitgegebene Verpackung.

 

 

 

Wahrscheinlich ist es sogar billiger als bei REWE, wenn man mal den Nährwert und die Vielfalt der Nährstoffe vergleicht.

 

 

 

Man kann dort eine Rabattkarte erwerben, mit der man monatlich 5 bis 15 eur (je nach Lust und Gewissen und Geldbeutel) dafür bezahlt, dass man Grundnahrungsmittel günstiger bekommt.

 

 

 

Ich denke, ich habe meinen neuen Supermarkt gefunden und hoffe, dass in dem Hanfbrotaufstrich kein THC steckt, sonst wird die Doppelkopfrunde gleich sehr surreal...

 

 

 

Das wäre fatal, ist mein Motto doch: Say no to drinks, say no to drugs!

 

 

 

Veganer und Neuveganer, schreibt bitte in die Kommentare, damit ich das Gefühl habe, ich blogge hier nicht umsonst für lucid living  und eine bessere Welt.

 

Auf der Toilette
Mein Einkauf
Der Einkaufszettel