Die Traumrevolution - die größte kulturelle Errungenschaft nach der Schrift ist das (Klar)Träumen

Klarträumen (luzides Träumen) – Was ist das?

 

 

 

Ein Klartraum (lucid dream) ist ein Traum, in dem man weiß, dass man träumt. Diese Fähigkeit – des Bewusstwerdens – lässt sich trainieren. Träumer, die sich dieser Passion verschrieben haben, nennt man Oneironauten, von griechisch „oneiros“ für Traum und „nautēs“ für Seefahrer. Oneironauten sind also Traumreisende.

 

Bereits 1978 schaffte Hearne, K. M. (3) die empirische Evidenz. Seitdem ist das wissenschaftliche Interesse beständig gewachsen. Therapeutische Ansätze für Schizophrenie beispielsweise versprechen Arbeiten von Dresler, M. (1) und Filevich, E. (2) aus dem Jahr 2015.

 

 

Geschichte

 

 

Eine der frühesten bekannten Erwähnungen des Träumens ist der Gilgamesch-Epos der Sumerer aus Mesopotamien 3.100 Jahre vor unserer Zeit. Der König träumt von seiner Mutter und nutzt diese Träume als Prophezeiungen. Im ägyptischen Reich gab es Tempel zur Trauminkubation und die Traumdeuter hießen „Meister der geheimen Dinge“. „Gute zweitausend Jahre vor Freud vertrat Platon die Theorie, dass es sich bei unseren Träumen um verdrängte Begierden handelt.“ (6) Auch Aristoteles wusste vom Phänomen des Klarträumens, aber er fand Träume bloß faszinierend und ansonsten funktionslos, wie der zeitgenössische Alan Hobbes in seiner Frühphase. Im römischen Reich ging mit der Christianisierung die Traumkultur unter. (6) Hindus glauben unsere Welt ist geträumt von Gott und beim Träumen handele es sich um einen höheren Bewusstseinszustand als beim Wachen. Für die Tibeter ist das Leben ein Traum. Im luziden Traum erleben sie die höchste Form des Bewusstseins: das reine Nichts. Die Traumyogis berichten, dass sie durch das Klarträumen jedwede Angst bewältigen können – inklusive der Angst vor dem Tod. (5) In der chinesischen Tradition geht die sogenannte Hauchseele nachts auf Wanderschaft. Man ging davon aus, dass im Hauch der nichtphysische Teil der Seele wohne und über den Atem den Körper verlassen kann. Deshalb – so die Überlieferung – sollte man einen Schlafenden nicht wecken, da dieser sonst Gefahr läuft, dass die Hauchseele nicht zurückkehrt. (6) Bei den Hebräern gelten Träume als Möglichkeiten, Weisungen von Gott zu bekommen. (6) „Mit der Ausbreitung des Christentums wurden Träume […] als böse und sündig betrachtet. Martin Luther ließ verbreiten, dass der Teufel sie uns schicke, und göttliche Botschaften einzig durch die Kirche zu empfangen seien.“ Noch in der Renaissance galten Träume „als wenig bemerkenswerte Nebenprodukte psychischer Störungen oder Indispositionen […], die keinen echten Wert besaßen.“ (6) René Descartes war ein Klarträumer. (6) Der Begriff „luzides Träumen“ schließlich geht auf den Psychiater Frederik van Eeden zurück. (5)

 

 

Neuzeit

 

 

1975 beschrieb der Klartraumforschungspionier Paul Tholey in der Zeitschrift „Gestalttheory“ ein experimentelles Design, um die empirische Evidenz zu schaffen, dass es dieses Phänomen – des luziden Träumens – überhaupt gibt. Bis dahin galt es in weiten Kreisen der Wissenschaft als Mythos, Esoterik und Legende. Berger hatte 1929 das EEG erfunden, mit dessen Hilfe Aserinsky und Kleitmann 1953 die R.E.M.-Phase entdeckten. Ende der siebziger Jahre führte Keith Hearn zum ersten Mal dieses Experiment durch, bei dem der Oneironaut ein Signal aus der Traumwelt an in die Wachwelt sendet. (3) Wiederholt hat das Experiment Stephen LaBerge in Standford Anfang der achtziger Jahre: Der Versuchsaufbau ist so simpel wie genial: Der Oneironaut bekommt aufgetragen, seine Augen aktiv rhythmisch von links nach rechts zu bewegen. Beim Oneironatuen gleicht die Augenbewegung in den Schlafphasen N1, N2, N3 und wieder N2 sowie der anschließenden R.E.M.-Phase denen „normaler“ Probanden. Als Beleg zeichnet ein Polysomnographiegerät den Schlaf auf und zeigt, dass sich der Träumer in der R.E.M.-Phase befindet, also wirklich schläft. Sobald der Oneironaut jedoch in die luzide Phase eintritt, ist er in der Lage, die Augenbewegung aktiv zu steuern. (4) Auch wenn es berechtigte Zweifel an der Validität einer solchen Methode gibt, führte die Veröffentlichung zum Bekanntwerden dieses Phänomens. Es war in der Wissenschaft angekommen.

 

Allgemeines

 

„Just das, wonach wir suchen, ist entscheidend dafür, es überhaupt zu finden.“ (6)

 

Es ist bemerkenswert, dass alle wissenschaftlichen Entdeckungen vorher Science Fiction waren. Beispiele sind Orwells 1984 und die heutige NSA. Oder der Communicator von Raumschiff Enterprise und die heutigen Handys. Nichts kann in unserer Wirklichkeit entstehen, ohne vorher (aus)gedacht worden zu sein. Nicht alles, was wir uns ausdenken, wird Wirklichkeit. Aber nur das wird Wirklichkeit, was wir uns ausdenken können. Robert Moss schreibt in „Conscious Dreaming“: „Der normale Träumer weiß nach dem Aufwachen genauso wenig, wo er die Nacht verbracht hat, wie ein Betrunkener, der am Morgen danach einen Blackout hat.“

 

Das luzide Träumen birgt enormes wissenschaftliches Potential. Wie sagte schon Friedrich Schiller: „Willst du dich selber erkennen, so sieh, wie die andern es treiben!
Willst du die andern verstehn, blick in dein eigenes Herz!“
Die Würzburger Schule nannte das Introspektion! Die höchste Form der Introspektion ist erreicht, wenn man sich seines eigenen Traumes bewusst ist. Der Autor dieses Artikels hat ganz ohne Tierversuche allein durch Introspektion herausgefunden, dass zwei unterschiedliche Hirnareale für den Prozess des Erkennens einer Person und dem Gefühl der Bekanntheit einer Person zuständig sein müssen. Im Wachleben ist das Erkennen einer Person direkt mit dem Gefühl der Bekanntheit verbunden. Im Traum ist dies nicht unbedingt der Fall. So gibt es Traumfiguren, die ein Bekanntheitsgefühl auslösen, ohne dass man im Wachleben sagen könnte, woher man diese Personen kennt. Diese Traumfiguren stellen eine von 4 Sorten Traumfiguren dar, die im Traum auftreten können:

 

1.           Personen, die man aus dem Wachleben kennt (Mutter, Vater, Bekannte)

 

2.           fremde Personen

 

3.           Personen, die man nur im Traum kennt (mit besagtem Bekanntheitsgefühl)

 

4.           Mischungen (oft verschmelzen verschiedene Personen zu einer Traumfigur)

 

Diese Beobachtung lässt den Schluss zu, dass Erkennen und das Gefühl der Bekanntheit in unterschiedlichen Hirnregionen verortet sein könnte.

 

 

Therapeutisches Potential

 

 

Brigitte Holzinger in Wien hat das Klarträumen zur Bekämpfung von Alpträumen eingesetzt. Thomas Mäder in Zürich träumt von einer Traumintervention bei PTBS. Martin Dresler in Nijmegen nimmt an, dass Psychosen und Träume viele Gemeinsamkeiten haben und das Klarträumen eine Therapiemöglichkeit für Schizophrenie sein könnte. (3) Darüber existieren leider noch keine Studien, aber der Schluss liegt nahe, dass bei Schulung der Metakognition – also das Denken über das Denken – auch die Einsicht in Wahnzustände verbessert werden kann. Außerdem legen fMRT-Studien nahe, dass das Zusammenspiel dreier Netzwerke im Gehirn durch das Klartraumtraining beeinflusst werden könnte. Das ist zum einen das Ruhezustandsnetzwerk (englisch: default mode network [DMN]), das beim Tagträumen aktiviert ist. Bei einigen Erkrankungen kommt es zu Veränderugnen im DMN, hierunter fällt auch die Schizophrenie. Das “dorsal attention network“ ist der Gegenspieler und wird aktiviert, wenn das Gehirn extern zugeführte Reize und Aufgaben verarbeiten muss. Das „frontoparietal(e) control system“ ist das dritte Netzwerk, das die Aktivität der anderen beiden Netzwerke steuert. (3)

 

Luzides Träumen hat Auswirkungen auf Selbstwirksamkeitserwartung, Wohlbefinden, Verbindung zur Intuition, Achtsamkeit und Metakognition. Elisa Filevich und ihr Team fanden am Max Planck Institut in Berlin heraus, dass bei Klarträumern das Brodmannareal 10 im präfrontalen Kortex vergrößert ist. Das Bordmannareal 10 macht man für Metakognition (also das Denken über das Denken) verantwortlich. (2) Es ist allgemeiner Konsens, dass, wenn das Bewusstsein irgendwo im Gehirn lokalisiert ist, es wohl im Kortex sein muss – dem evolutionsbiologisch jüngsten Teil des Gehirns. Vor allem über den präfrontalen Kortex (hinter der Stirn) wird in der Wissenschaft viel diskutiert.

 

 

Fazit

 

Ein Klartraum (lucid dream) ist ein Traum, in dem man weiß, dass man gerade träumt. Diese Erkenntnis kann man nutzen, um den Trauminhalt zu beeinflussen und den Traum nach seinen Wünschen zu gestalten. Das bekannte Buch von Stephen LaBerge heißt in der deutschen Übersetzung: „Träume, was du träumen willst!“ Im Klartraum kann man fliegen, durch Wände gehen oder Gegenstände telekinetisch bewegen – abseits von physikalischen und sozialen Gesetzeszwängen kann man alles tun, was man sich vorstellen kann. Die Klarheit darüber, dass man träumt, ist dabei ein Kontinuum und nicht etwa an oder aus, sondern man kann während man träumt genauso fast klar sein (präluzid) wie richtig trüb (unwissend) und völlig klar (hellwach) sowie alles dazwischen. Klarheit ist dabei zu unterscheiden von Kontrolle. Beides hängt miteinander zusammen, aber es ist möglich, völlig klar zu sein und überhaupt keine Kontrolle (Macht) über den Trauminhalt zu haben als auch völlig trüb zu sein und trotzdem in der Lage, die Traumumgebung zu beeinflussen. Klarträumer nennen sich auch Oneironauten, von griechisch „oneiros“= Traum und „nautēs “=Seefahrer, also Traumreisende übersetzt.

 

 

 

Wie lerne ich das luzide Träumen?

 

 

4 Schritte zum ersten Klartraum

 

1.      Traumtagebuch

 

Ein Muss für jeden Oneironauten ist das Traumtagebuch. Damit fängt alles an und damit hört es auf, wenn man es vernachlässigt. Nehmen Sie Stift und Schreibblock und legen Sie beide neben ihr Bett, um der „Traumlöschfunktion“ zuvorzukommen. Alternativ können Sie die Träume in ein Diktiergerät oder eine entsprechende App sprechen. Hauptsache, sie zeichnen Sie irgendwie auf. Das übt die Traumerinnerung und fördert die Erinnerung an das Traumbewusstsein und wie es sich „anfühlt“.

 

2.      Wachposten setzen

 

Setzen Sie sogenannte Wachposten, dabei trainieren Sie das prospektive Gedächtnis: Sie beginnen mit Wachposten im Alltag. Nehmen Sie sich vor, das nächste Mal, wenn Sie am Punkt X vorbeikommen, sich an Y zu erinnern. Ihr Gehirn speichert das ab und wird Sie mit erhöhter Wahrscheinlichkeit wissen lassen, dass Sie sich vorgenommen haben und was. Einen gut gesetzten Wachposten erkennt man daran, dass er vorher schon immer wieder auftaucht, um sich aufzufrischen, bevor der Ernstfall dann eintritt. Diese Übung übertragen Sie nun in Ihre Traumwelt: Autosuggerieren Sie sich, aufzuwachen, sobald Sie geträumt haben. Nehmen Sie sich vor, sich an Ihre Träume zu erinnern und nehmen Sie sich vor, den Traum als solchen zu erkennen.

 

3.      Reality Checks

 

Machen Sie sogenannte Reality Checks (RCs). Ein RC testet, ob Sie gerade träumen. Es gibt eine Vielzahl von RCs – suchen Sie sich Ihren Liebling aus! Der Autor zählt gern Finger, denn im Traum sind es meistens mehr oder weniger als 5. Keiner weiß warum, aber es ist so. Eine andere Möglichkeit ist, sich die Nase zuzuhalten und zu versuchen, durch die geschlossene Nase zu atmen. Im Traum wird das funktionieren, weil Sie sich ja nur „virtuell“ die Nase zu halten und tatsächlich weiteratmen. Sie können etwas lesen, wegschauen und es erneut lesen. Im Traum ist zwar wahrscheinlich das Buch noch da, der Text darin ist aber ein anderer geworden (das ist der Lieblingsrealitycheck von LaBerge). Sie können versuchen zu schweben oder den Lichtschalter betätigen. Im Traum sollte das Licht nicht angehen. Oder fragen Sie sich, wo Sie vor Kurzem waren – im Traum fehlt Ihnen diese Erinnerung.

 

4.      Gezielte Schlafunterbrechung

 

Unterbrechen Sie Ihren Schlaf (sogenanntes Wake-back-to-Bed (WBTB)). Schlafunterbrechungen führen nachweislich zu vermehrten Klarträumen. Aber achten Sie darauf, mindestens einmal pro Nacht mindestens 4 Stunden zu schlafen, weil sonst ein wichtiges Hormon für den Knochenerhalt  nicht ausgeschüttet werden kann. (Ich darf dessen Namen hier nicht nennen, weil google die Seite sonst nicht bewirbt.) Es wichtig für die Gesundheit ist, genug Schlaf zu bekommen.

 

5.      Der finale Klartraum

 

Kombinieren Sie die einzelnen Schritte: Ergänzen Sie die WBTB-Methode, Schritt 4, mit Schritt 2: Nehmen Sie sich vor, nach einem Traum aufzuwachen. Gelingt dies, schreiben Sie ihn gemäß Schritt 1 auf. Nachdem Sie nun alle Schlafphasen durchwandert haben, ist Ihr Ziel, direkt aus dem Wachzustand bewusst in eine R.E.M.-Phase einzusteigen. Dazu tun Sie Folgendes: Legen Sie sich wieder rücklings ins Bett und versuchen, möglichst lange bewusst zu bleiben. Bewegen Sie sich nicht. Nach einiger Zeit sollten Lichtblitze vor Ihrem inneren Auge entstehen. Beobachten Sie diese. Sie werden zu Mustern, werden bunt und plastischer (sogenannte Hypnagogien) und wenn Sie Glück haben, können Sie die Hypnagogien auf diese Weise den gesamten Einschlafprozess bis in den Traum hinein bewusst verfolgen. Irgendwann in diesem Prozess setzt die Schlafparalyse ein, heißt, Sie spüren, dass Ihre Muskeln völlig erschlaffen. Eventuell fühlt sich das an wie ein Fallen oder ein Sog in den Traum. Dann haben Sie es geschafft: Gratulation zu einem erfolgreichem WILD (wake-induced-lucid-dream)! Aber seien Sie nicht enttäuscht, wenn es nicht klappt. Kein WILD-Versuch ist umsonst, denn er steigert die Wahrscheinlichkeit enorm, dass Sie später im Traum bewusst werden.

 

Für Interessierte gibt es ein deutsches Klartraumforum unter: www.klartraumforum.de

 

Literaturverzeichnis

 

1. Dresler, M., Wehrle, R., Spoormaker, V. I., Steiger, A., Holsboer, F., Czisch, M., & Hobson, J. A. (2015). Neural correlates of insight in dreaming and psychosis. Sleep medicine reviews, 20, 92-99.

 

 

 

2. Filevich, E., Dresler, M., Brick, T. R., & Kühn, S. (2015). Metacognitive mechanisms underlying lucid dreaming. Journal of Neuroscience, 35(3), 1082-1088.

 

 

 

3. Hearne, K. M. (1978). Lucid dreams: an elecro-physiological and psychological study (Doctoral dissertation, Liverpool University).

 

 

 

4. LaBerge, S. P. (1981). LUCID DREAMING: AN EXPLORATORY STUDY OF CONSCIOUSNESS DURING SLEEP.

 

 

 

5. Thiemann, J. (2017), Klartraum Wie Sie Ihre Träume bewusst steuern können, Rowohlt

 

 

 

6. Tuccillo, D.,  Zeizel, J., Peisel T., Klarträumen (2016), Wilhelm Goldmann Verlag

 

 

Uwe Krüger studiert Psychologie und beschäftigt sich seit 2013 intensiv mit allen Facetten des Klarträumens, 2017 war er als Mitarbeiter am Donders Institut (NL) im Bereich der Schlaf- & Klartraumforschung tätig.

 

Er betreibt den Blog 'Oneironauten.de' und gibt in Workshops und Vorträgen sein Wissen weiter. Getreu seinem Motto 'Ich träume, also kann ich' möchte er so die Welt im Schlaf in einen besseren Ort verwandeln.

 

 

Ich träume, also kann ich.

 


Wenn der Lebensstil zur Therapie wird: Klarträumen als Problemlösung

 

Man kann sich nie sicher sein, dass man wach ist. Man kann sich nur sicher sein, dass man träumt.

 

Vorweg: Dieser Artikel ist in ähnlicher Form auf CogniFit erschienen, wurde aber zensiert. Denen als Anbieter kognitiver Trainings für MS-Kranke gefiel meine Kritik an ebendiesen nicht. Die Zeitschrift "Schlaf" hat den Artikel ebenfalls in dieser Form abgelehnt, weil zu "unwissenschaftlich". Ich will mir die Mühe nicht umsonst gemacht haben, und hier die unzensierte Originalversion wiedergeben.

 


1. Klarträumen (lucid dreaming) – was ist das?

Ein Klartraum (lucid dream) ist ein Traum, in dem man weiß, dass man gerade träumt. Diese Erkenntnis kann man nutzen, um den Trauminhalt zu beeinflussen und den Traum nach seinen Wünschen zu gestalten. Träume, was du träumen willst! Im Klartraum kann man fliegen, durch Wände gehen oder Gegenstände telekinetisch bewegen – abseits von physikalischen und sozialen Gesetzeszwängen kann man alles tun, was man sich vorstellen kann. Die Klarheit darüber, dass man träumt, ist dabei ein Kontinuum und nicht etwa an oder aus, sondern man kann während man träumt genauso fast klar sein (präluzid) wie richtig trüb (unwissend) und völlig klar (hellwach) sowie alles dazwischen. Klarheit ist dabei zu unterscheiden von Kontrolle. Beides hängt miteinander zusammen, aber es ist möglich, völlig klar zu sein und überhaupt keine Kontrolle (Macht) über den Trauminhalt zu haben als auch völlig trüb zu sein und trotzdem in der Lage, die Traumumgebung zu beeinflussen. Klarträumer nenne sich auch Oneironauten, von griechisch „oneiros“= Traum und „nautes“=Seefahrer, also Traumreisende übersetzt.

2. Empirische Evidenz oder wie der Laie fragt: „Ist das wissenschaftlich bewiesen?“

Vorneweg: Man kann wissenschaftlich nichts beweisen. Das wissen (fast) alle Wissenschaftler, aber sie hängen es verständlicherweise nicht so gern an die große Glocke. Man kann nur Wahrscheinlichkeitsaussagen machen. Das können Sie in der nächsten Diskussion anbringen, wenn sich mal wieder jemand hinstellt und behauptet XY wäre doch aber wissenschaftlich bewiesen. Sollte das nicht helfen, habe ich hier eine zweite Keule für Sie: wissenschaftliche Aussagen sind i m m e r falsch, wenn nur genügend Zeit ins Land geht. Das ist ja das Gute an der Wissenschaft: sie entwickelt sich und stellt sich bestenfalls selbst in Frage und auf den Kopf. Deshalb kann ich auch nicht verstehen, wie sich in der FakeNews-Debatte Wissenschaftler hinstellen können und behaupten, sie könnten richtige Fakten liefern – das ist eindeutig gelogen. Ich vermute hinter der FakeNews-Debatte das Ziel, Zensur flächendeckend einzuführen, denn wie gesagt: Fakten gibt es nicht. Aus der Tatsache, dass die Sonne Zeit unseres Lebens morgens aufgegangen ist, können wir nicht schließen, dass sie das morgen auch tut. Wir können uns nur mehr oder weniger sicher sein.

Aber nun zur Frage, was die Wissenschaft zum Klarträumen sagt. Lange Zeit galt in der Wissenschaft und insbesondere in der Schlafforschung luzides Träumen als Mythos und Legende. Es wurde als esoterisch abgetan und nicht beachtet. Einige Wissenschaftler wie Keith Hearn und Stephen LaBerge wussten es aus eigener Erfahrung besser. Aber wie sollten sie „beweisen“, dass Klarträume existieren? Es brauchte einen Pionier-Oneironauten, der ein Signal aus der Traumwelt in die Wachwelt senden würde – und genau das setzten beide um: Ende der 70er Jahre (Keith Hearn) und Anfang der 80er (Stephen LaBerge) wurde der „Beweis“ erbracht – ein Oneironaut funkte zum ersten Mal Signale aus der Traumwelt in die Wachwelt. Wie war das möglich? Während der REM-Phase (rapid eye movement – Phase), in der für gewöhnlich die lebhaftesten und buntesten Träume auftreten, ist die gesamte Muskulatur bei gesunden Menschen gelähmt – die gesamte Muskulatur außer der Atem- und der Augenmuskulatur. (Das soll wahrscheinlich verhindern, dass die Traumbewegungen in real ausagiert werden). Die Augen springen in dieser Phase oft wild umher, so wie im Wachleben auch, wenn Menschen die Umgebung abscannen, Normalerweise folgen diese Augenbewegungen keinem Muster. Diese REM-Phase wurde mithilfe des von Berger 1929 entwickelten EEGs von Aserinsky und Kleitman 1953 entdeckt. Man war also in der Lage, einigermaßen genau und verbindlich festzustellen, ob jemand schlief und träumte, wenn man ihn an ein EEG anschloss. Zumindest glaubte man das. Eine der ersten Erkenntnisse meiner persönlichen Forscherkarriere ist, dass man mit einem EEG bzw. einem PSG (Polysomnographie-Gerät) nicht valide die REM-Phasen detektieren kann, zumindest ich – und ich behaupte, viele andere – sind in der Lage REM-Phasen zu faken. Das wusste man damals aber nicht. Also machten sich Hearn und LaBerge diesen Umstand zu Nutze und trugen ihren Oneironauten auf, sobald sie klar werden würden, die Augen rhythmisch von links nach rechts und wieder zurück zu bewegen. Diese im EEG (und im EOG) erkennbaren Muster (LRLR) gab es vorher nicht. Somit war das Signal gesendet und das Klarträumen „bewiesen.“ Trotzdem wollte die Fachwelt davon nichts wissen. LaBerge hatte damit zu kämpfen, dass seine Erkenntnisse publiziert wurden. Aber letztlich wurden sie. Und dann kam in Deutschland der legendäre Paul Tholey, hier zu sehen in einem der seltenen Fernsehauftritte, der leider 1998 unter mysteriösen Umständen verstarb. Er lernte seinerzeit an der Uni, dass Träume immer schwarz-weiß wären. Das glaubte er nicht und brachte sich selbst das Klarträumen bei, um (für sich selbst) den Gegenbeweis anzutreten. Heute weiß man, dass die Nachkriegsgeneration oft in schwarz-weiß träumt, wahrscheinlich, weil diese Genration das Fernsehen in der Kindheit so erlebte. Der Professor von Tholey war offensichtlich einer dieser Schwarzweißträumer und schlussfolgerte von sich auf alle Menschen.

 

 

 

Kaleb Utrecht, der Co-Autor des populärwissenschaftlichen Buches von Paul Tholey „Schöpferisch Träumen“, behauptet weder Hearn noch LaBerge hätten zuerst die Idee der Versuchsanordnung gehabt, mit der ein Oneironaut ein Signal aus der Traumwelt senden kann, sondern Paul Tholey. 1975 habe er in der Zeitschrift „Gestaltheory“ diese Versuchsanordnung angeregt.

 


Paul Tholey entwickelte strenge Klarheitskriterien. Ich muss gestehen, dass ich wahrscheinlich noch keinen einzigen Klartraum hatte, auf den alle diese Kriterien gleichzeitig zutrafen. Die Kriterien sind:

1. Der Träumer ist sich darüber im Klaren, dass er träumt.
2. Der Träumer ist sich über seine Entscheidungsfreiheit im Klaren.
3. Das Bewusstsein ist klar, es gibt keine traumtypische Verwirrung oder Bewusstseinstrübungen.
4. Die Wahrnehmung der fünf Sinne ist wie im Wachzustand.
5. Es besteht Klarheit über das Wachleben, also darüber, wer man ist oder was man sich für den Klartraum vorgenommen hat.
6. Nach dem Traum gibt es eine klare Erinnerung.
7. Der Träumer ist sich über den Sinn des Traums im Klaren.

Vor allem Punkt 3 und Punkt 7 sind meines Erachtens nur schwer zu erfüllen. Ich stelle mir das Klartraumbewusstsein wie eine farbige Brille vor. Wenn das Wachbewusstsein eine Sonnenbrille wäre, die die Farbe Gelb hätte, und das Traumbewusstsein eine Sonnenbrille mit der Farbe Blau wäre, dann stelle ich mir vor, das Klartraubewusstsein wäre eine Mischung: also grün, weil sich Wachbewusstsein und Traumbewusstsein übereinander schieben. Nach diesem Modell wäre es unmöglich, Tholeys Punkt 3 (keine traumtypische Verwirrung oder Bewusstseinstrübung) überhaupt zu erreichen.

Heute weiß man dank fMRT-Studien, dass im Klartraum Teile des präfrontalen Kortexes zugeschaltet werden, gleichsam einer Kamera, die das Geschehen filmt (siehe Bild).

 

 

 

Elisa Filevich und ihr Team fanden außerdem heraus, dass bei Klarträumern das Brodmannareal 10 im präfrontalen Kortex vergrößert ist. Das Brodmannareal 10 macht man für Metakognition (also das Denken über das Denken) verantwortlich. Es ist allgemeiner Konsens, dass, wenn das Bewusstsein irgendwo lokalisiert ist im Gehirn, das wohl im Kortex sein muss, dem evolutionsbiologisch jüngsten Teil des Gehirns. Vor allem der präfrontale Kortex (hinter der Stirn) ist da ein heiß gehandelter Kandidat.

Heute arbeiten brillante Wissenschaftler an der weiteren Erforschung des Klarträumens, die noch in den Kinderschuhen steckt - zum Beispiel Martin Dresler in Nijmegen, Daniel Erlacher in Bern, Melanie Schädlich in Heidelberg, Michael Schredl in Mannheim und Brigitte Holzinger in Wien.

3. Wozu ist Klarträumen gut?
3.1. Therapeutische Zwecke
Mein erster Klartraum (und das ist nicht unüblich) entstand aus einem Alptraum; Geister kreisten mich ein und bedrohten mich, indem sie den Kreis immer enger zogen. In diesem Moment sprang zum ersten Mal eine Metakognition an und flüsterte mir zu: „Das hier ist zu schrecklich! Das muss ein Traum sein!“ Ich dachte mir, wenn das ein Traum ist, dann kann ich mich vielleicht daraus wecken. Ich versuchte, mit meinen Fingern meine Augenlider auseinanderzuziehen, damit ich im realen Leben meine Augen öffnen würde – und siehe da: ich wachte auf. Zu diesem Zeitpunkt war ich Vorschulkind oder gerade erst eingeschult; hätte ich gewusst, dass ich auch im Traum bleiben kann und angenehm weiterträumen kann – dann wäre ich heute ein weitaus geübterer und erfahrener Klarträumer als ich es jetzt bin. Aber diese wertvolle Information erhielt ich erst im Jahr 2013, im Alter von 37 Jahren. Wenn Sie jünger sind und das hier lesen, können Sie sich freuen, dass Sie die frohe Botschaft früher erfahren. Wenn Sie älter sind, machen Sie sich keine Sorgen: es ist selten zu früh und nie zu spät! Ich denke nicht, dass das Alter irgendeine einschränkende Funktion hat, das Klarträumen zu erlernen. Gut, man lernt generell schneller, wenn man jung ist – das will ich nicht abstreiten, aber das Alter sollte nicht als Ausrede herhalten müssen, diese wunderbare Möglichkeit an sich vorbeiziehen zu lassen. Meine Oma hat immer gesagt: „Ich bin alt wie eine Kuh und lerne immer noch dazu!“

Nach der überaus wirksamen Bekämpfung von Alpträumen (meine kindlichen Alpträume verschwanden damals buchstäblich über Nacht), könnte man das luzide Träumen auch therapeutisch bei der sogenannten PTBS (posttraumatischen Belastungsstörung) einsetzen. Darüber liegen leider noch keine Studien vor und es ist Vorsicht geboten – eine Retraumatisierung sollte natürlich beim Einsatz des Klarträumens vermieden werden. Thomas Mäder forscht in Zürich an der Möglichkeit der Traumintervention bei PTSD und es sieht vielversprechend aus. Leider sind die Ergebnisse noch nicht veröffentlicht.

Und zu guter letzt verspricht das Klarträumen endlich eine wirksame psychologische Intervention bei Schizophrenie zu sein. Darüber existieren auch noch keine Studien, aber der Schluss liegt nahe, dass bei Schulung der Metakognition auch die Einsicht in Wahnzustände verbessert werden kann. Außerdem legen fMRT-Studien nahe, dass das Zusammenspiel dreier Netzwerke im Gehirn durch das Klartraumtraining verändert und damit auch verbessert werden kann. Das ist zum einen das Ruhezustandsnetzwerk (default mode network), das beim Tagträumen aktiviert ist. Ich vermute ganz stark, dass es auch beim Kiffen („Filme schieben“) sowie bei schizophrenen Wahnzuständen aktiviert wird. Das “dorsal attention network“ ist sozusagen der Gegenspieler und wird aktiviert, wenn das Gehirn extern zugeführte Reize und Aufgaben verarbeiten muss. Das „frontoparietal(e) control system“ ist das dritte Netzwerk im Bunde, das die Aktivität der anderen beiden Netzwerke steuert. Scannerbefunde führen zu der Vermutung, dass Klarträumen das Zusammenspiel dieser Netzwerke positiv beeinflussen kann.

Wie gesagt: bis jetzt sind das alles nur unbestätigte Hypothesen basierend auf der Annahme, dass Psychosen und Träume ähnliche neurophysiologische Korrelate haben und dass eine Psychose quasi ein „fehlgeleiteter“ Traum im Wachzustand ist, aber ich halte diesen Ansatz für sehr vielversprechend und träume davon, ihn in Zukunft in meiner wissenschaftlichen Karriere zu verfolgen und letztendlich den „Beweis“ zu liefern, dass endlich ein Heilmittel gegen Schizophrenie gefunden worden ist.

Es gibt im Netz viele Scharlatane; sehr weit verbreitet sind zum Beispiel sogenannte kognitive Trainings; das sind kleine Spiele oder Denk-, Merk- oder Rechenaufgaben, die das Gehirn trainieren sollen und so einen positiven Effekt auf die brainpower oder sogar das Wohlbefinden haben sollen. Dabei ist längst erforscht, dass kognitive Trainings keinen Ausstrahleffekt auf andere Bereiche haben; es ist wie wenn man Intelligenztests übt, dann besser abschneidet und dann behauptet, intelligenter zu sein – ist man aber nicht, sondern nur geübter in Intelligenztests.

Wahre Verbesserung der brainpower, des allgemeinen geistigen Wohlbefindens und der seelischen Gesundheit erreicht man eher durch Sport. Das ist eine Lektion, die ich nur schwerlich erlernt habe. Früher war ich ein ausgeprägter Sporthasser. Mein Vater ist leidenschaftlicher Sportler und ließ mich ständig sein Bedauern über meine Unsportlichkeit spüren. Außerdem lernte ich in der Schule, dass Sport ein Propagandamittel der Faschisten war und ich sah, dass er wieder ein Propagandamittel der Kommunisten ist. Also wuchs meine Abneigung gegen Sport. Heute gehe ich regelmäßig Joggen und kann nur bestätigen, dass das beim Lernen überaus hilfreich ist. Also wenn man seine Gehirnleistung verbessern möchte – und dazu gibt es eine Fülle von Studien – dann ist Sport (vor allem Ausdauersport) ein viel adäquateres Mittel als irgendwelche kognitiven Trainings. Wenn man eine geistige Übung sucht, um die Gehirnleistung und das Wohlbefinden zu verbessern, dann ist Meditation die richtige Wahl. Ideal ist Yoga, weil es Sport und Meditation verbindet. Durch Yoga hat sich meine Gelassenheit, Grundzufriedenheit und Ruhe, meine Stressresilienz und mein allgemeines Wohlbefinden extrem gesteigert.

Luzides Träumen hat (noch extremere) Auswirkungen auf Selbstwirksamkeitserwartung, Wohlbefinden, Verbindung zur Intuition, Achtsamkeit und Metakognition - es dauert nur länger, bis diese eintreten, dafür erhält man diese dann aber geballt und nicht so allmählich wie beim Yoga.

Fazit: Sport, Yoga, luzides Träumen – das alles sind mühsame Tätigkeiten, die viel Überwindung des inneren Schweinehundes erfordern. Das erzeugt kognitive Dissonanz, die wiederum Kognitionen erzeugt wie: „Das ist alles nicht wirksam, nicht für mich, viel zu anstrengend, mache ich irgendwann mal, wenn ich Zeit und Muße habe.“ Oder „Ich bin zu alt, zu ungeeignet, zu irgendwas.“

Warum sonst wird Sporttherapie in allen Psychiatrien angeboten, kognitives Training aber nur vereinzelt? Das hat einen Grund. Und die Patienten sind oft nicht motiviert, sich in der Sporttherapie anzustrengen – davon können die Therapeuten und das Klinikpersonal ein Lied singen. Dabei ist es die Interventionsmethode mit der größten Effektstärke und mit dem besten Aufwand-Nutzen-Verhältnis.


3.2. Nicht-klinische Anwendungen
Luzides Träumen hat viele andere Auswirkungen. Man kann im Traum Sportarten und Bewegungsabläufe trainieren und es hat einen positiven Effekt auf den Gleichgewichtssinn. Man kann Instrumente schneller lernen. Man kann seine Kreativität steigern. Klarträumen kann beim Problemlösen helfen. Es steigert die Selbstwirksamkeit und das Wohlbefinden. Wenn Traumyogis und Buddhisten sagen, die Wirklichkeit wäre ein Traum, dann meinen sie, so denke ich, diese Selbstwirksamkeit und die Plastizität der Realität. Die Wirklichkeit ist plastischer und damit traumähnlicher als wir denken.



3.3. Bewusstseinsforschung

Das Bewusstsein ist ein Mysterium. Klartraumforschung könnte helfen, dieses Mysterium wenigstens teilweise aufzuhellen. Der Begriff Bewusstsein wird meines Erachtens mehrdeutig verwendet. Wenn wir etwas als bewusst bezeichnen, können wir intensiv, metakognitiv, absichtlich, aufmerksam und mit sich selbst identifizierend oder reflexiv meinen oder alles zusammen. In der Psychologie galt lange Zeit alles als bewusst, was verbalisierbar war und dementsprechend war ein notwendiges aber nicht hinreichendes Merkmal des Unbewussten die Unaussprechlichkeit. In der aktuellen Bewusstseinsforschung teilt man das Bewusstsein ein in „basal“ und „higher-order“. Zum basalen oder primären Bewusstsein gehören zum Beispiel Wahrnehmungen und Emotionen, wie sie im normalen Trübtraum auftreten. Higher-order Bewusstsein wie Metakognition und Traumeinsicht (bzw. die Einsicht in den aktuellen Bewusstseinszustand) treten im luziden Traum und im Wachbewusstsein bei Menschen auf.

 

Das Klarträumen fasziniert mich so, dass ich „Oneironaut“ beim Finanzamt als Beruf angegeben habe. Daraus entwickelte sich ein immer noch anhaltender Streit, der hier dokumentiert ist

4. Wie lerne ich Klarträumen? 4 Schritte zum ersten Klartraum
Schritt 1: Ein Muss für jeden Oneironauten ist das Traumtagebuch. Damit fängt alles an und damit hört es auf, wenn man es vernachlässigt. Nehmen Sie Stift und Schreibblock und legen Sie beide neben ihr Bett, um der „Traumlöschfunktion“, wie ich sie nenne, zuvorzukommen. Alternativ können Sie die Träume in ein Diktiergerät oder eine entsprechende App sprechen, Hauptsache, sie zeichnen Sie irgendwie auf. Das übt die Traumerinnerung und fördert die Erinnerung an das Traumbewusstsein und wie es sich „anfühlt“.
Schritt 2: Setzen Sie sogenannte Wachposten, heißt, trainieren Sie das prospektive Gedächtnis. Das prospektive Gedächtnis ist das Gedächtnis, das auf die Zukunft ausgerichtet ist. Autosuggerieren Sie sich, aufzuwachen sobald Sie geträumt haben, nehmen Sie sich vor, sich an Ihre Träume zu erinnern und natürlich: nehmen Sie sich vor, den Traum als solchen zu erkennen. Üben Sie das Setzen von Wachposten im Alltag. Nehmen Sie sich vor, das nächste Mal, wenn Sie am Punkt X vorbeikommen, sich an Y zu erinnern. Das ist ein Wachposten. Ihr Gehirn speichert das ab und wird Sie mit erhöhter Wahrscheinlichkeit wissen lassen, dass Sie und was Sie sich vorgenommen haben. Einen gut gesetzten Wachposten erkennt man daran, dass er vorher schon immer wieder auftaucht, um sich aufzufrischen, bevor der Ernstfall dann eintritt.
Schritt 3: Machen Sie sogenannte Reality Checks (RCs). Ein RC testet, ob Sie gerade träumen. Es gibt eine Vielzahl von RCs – suchen Sie sich Ihren Liebling aus! Ich zähle gern meine Finger, denn im Traum sind es meistens mehr oder weniger als 5 – keiner weiß warum, aber es ist so. Eine andere Möglichkeit ist, sich die Nase zuzuhalten und zu versuchen, durch die geschlossene Nase zu atmen. Im Traum wird das funktionieren, weil Sie sich ja nur „virtuell“ die Nase zu halten und tatsächlich weiteratmen. Sie können etwas lesen, wegschauen und es erneut lesen. Im Traum sollte es sich verändert haben (das ist der Lieblingsrealitycheck von LaBerge). Sie können versuchen zu schweben oder den Lichtschalter betätigen. Im Traum sollte das Licht nicht angehen. (Obwohl auch schon gegenteilige Erfahrungen berichtet wurden.) Oder fragen Sie sich, wo Sie vor Kurzem waren – im Traum fehlt Ihnen diese Erinnerung.
Schritt 4: Unterbrechen Sie Ihren Schlaf (sogenanntes Wake-back-to-Bed (WBTB)). Schlafunterbrechungen führen nachweislich zum vermehrten Klarträumen. Aber achten Sie darauf, mindestens einmal pro Nacht mindestens 4 Stunden zu schlafen, weil sonst ein Wachstumshormon nicht ausgeschüttet werden kann, was unter anderem für den Knochenerhalt wichtig ist. (Ich darf dessen Namen hier nicht nennen, weil google sonst diese Seite nicht bewirbt.) Kombinieren Sie diese Methode mit Schritt 2, nehmen Sie sich vor, nach einem Traum aufzuwachen. Gelingt dies, schreiben Sie ihn auf und dann tun Sie Folgendes: Legen Sie sich wieder ins Bett und versuchen, möglichst lange bewusst zu bleiben. Bewegen Sie sich nicht. Nach einiger Zeit sollten Lichtblitze vor Ihrem inneren Auge entstehen. Beobachten Sie diese. Sie werden zu Mustern, werden bunt und plastischer (sogenannte Hypnagogien) und wenn Sie Glück haben, können Sie auf diese Weise den gesamten Einschlafprozess bis in den Traum hinein bewusst verfolgen. Irgendwann in diesem Prozess setzt die Schlafparalyse ein, heißt, Sie spüren, dass Ihre Muskeln völlig erschlaffen. Kann sein, dass es sich wie ein Fallen oder wie ein Sog in den Traum anfühlt. Dann haben Sie es geschafft: Gratulation zu einem erfolgreichem WILD (wake-induced-lucid-dream)! Aber seien Sie nicht enttäuscht, wenn es nicht klappt. Kein WILD-Versuch ist umsonst, denn er steigert die Wahrscheinlichkeit enorm, dass Sie später im Traum bewusst werden.

Schließen Sie sich der community an: es gibt ein deutsches Klartraumforum. (http://www.klartraumforum.de)
Dort können Sie sich auch einen Mentor suchen, der Ihr Training anleitet und begleitet. Lesen Sie mehr über das Phänomen im Wiki:
(https://www.klartraum-wiki.de/wiki/Hauptseite)

 

  1. Zusammenfassung/Fazit
    Die meisten Menschen haben schon mal erlebt, dass es möglich ist, im Traum zu wissen, dass man träumt. Einige wenige können sich diesen Zustand gar nicht vorstellen, andere - noch wenigere - kennen gar nichts anderes. Aber: Klarträumen kann man trainieren. Die Menschen, die sich diesem Hobby verschrieben haben, nennt man auch Oneironauten (griechisch von: oneiros = Traum und nautēs = Seefahrer) also übersetzt: Traumreisende.

    Ein Klartraumtraining kann in vielerlei Hinsicht sinnvoll sein; am offensichtlichsten - und auch schon erforscht - ist der Einsatz gegen Alpträume. Niemand muss unter Alpträumen leiden – das ist eine frohe Botschaft, die gar nicht so bekannt ist, wie man annehmen würde. Außerdem hat das Max-Planck-Institut in Berlin mithilfe von fMRT-Studien herausgefunden, dass Hirnareale im präfrontalen Cortex, die für Metakognition zuständig scheinen, bei Klarträumern vergrößert sind. Metakognition ist das Denken über das Denken (und Fühlen) und erinnert stark an den Begriff der Achtsamkeit. Und Achtsamkeit ist bekanntermaßen ein adäquates Mittel bei psychischen Problemen oder generell bei der Lebensbewältigung.

    Ein Klartraumtraining erfordert einigen zeitlichen Aufwand, Anstrengung und Willenskraft, aber eines soll hier nicht unerwähnt blieben: es macht auch einen heiden Spaß. Besonders wenn sich erste Erfolge einstellen, berichten viele von euphorischen Erlebnissen und ungeheurer Motivation und Energie über das nächtliche Erlebnis hinaus, die über Stunden bis Tage anhalten. Stellen Sie sich vor, wie es sein wird, über das Donautal zu fliegen einfach kraft Ihres Bewusstseins und Ihres Willens. Wie wird es sich körperlich anfühlen, das erste Mal durch eine Wand zu gehen? Wie fühlt es sich an, das Geschlecht zu wechseln? Oder als Tiger durch den Urwald zu streifen und von Fels zu Fels zu springen? All das und viel mehr – im Prinzip alles, was Sie sich vorstellen können – wird möglich sein.

 

 

 

  1. Zu guter letzt:

 

 

 

In den letzten 4 Monaten habe ich am Donders Institut für Brain, Cognition, Behavior and Cognitive Neuroimaging in Nijmegen (Niederlande) ein Forschungspraktikum absolviert. Dort habe ich nicht nur herausgefunden, dass man REM faken kann, sondern auch, dass der Leichtschlaf, genannt N2 oder S2, gekennzeichnet vor allem durch Schlafspindeln und K-Komplexe, nicht valide (heißt, verbindlich) mit dem PSG (also auch EEG) detektierbar ist (zumindest bei mir). Die wichtigste Erkenntnis brachte mir aber Peter, der Lebensgefährte einer am Institut angestellten Wissenschaftlerin: wir verbieten uns zu träumen. Peter wollte das Klarträumen lernen und ich fragte nach 5 Wünschen an einen imaginären Dschinn. Er wusste keine oder nicht viele und die, die er aufzählte waren Vorsätze, keine Wünsche. Wir haben Angst, uns Weltfrieden zu wünschen, weil wir Angst haben, enttäuscht zu werden. Aber wie wollen wir Weltfrieden erreichen, wenn wir uns verbieten davon zu träumen? Klar können wir enttäuscht werden – das ist ja das Tolle! Das ist das Salz in der Suppe des Lebens! Stellen Sie sich vor, alles, was Sie sich wünschen würde augenblicklich in Erfüllung gehen. Nach spätestens 2 Minuten wären Sie gelangweilt oder/und verängstigt - eins von beidem. Allmacht ist nichts, was man sich wünschen sollte; ganz einfach, weil sie ein Fluch wäre...

 

Zum Glück können wir scheitern. Nicht alles, wovon wir träumen, was wir uns wünschen, wird wahr. Zum Glück. Nur lässt uns die Angst vor der Enttäuschung und die Verantwortung uns selbst und anderen gegenüber lieber gar nicht erst wünschen und träumen. Das ist krank. Daran leidet die Welt. Wünsch dir was!

 

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Die letzte Nacht

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Der Anfang

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Traum AG

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Mein erster Kongress

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Abgeliefert! :)

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Traum ahoi!

Gestern war ein emotional sehr aufwühlender Tag. Ich merkte das nicht zuletzt daran, dass ich Einschlafschwierigkeiten hatte, lange wach lag und nur mit Baldrian, Melisse und Hopfen zur Ruhe kam. Ich dachte mir, dass das vielleicht die Chance auf einen Klartraum erhöht: intensive Emotionen tagsüber (es dürfte egal sein, welche und ob sie gut oder schlecht sind) - das ist nur so eine unbestätigte Hypothese meinerseits, aber: ich war klar. Das würde also passen. Stolz wie Bolle und voller Hoffnung, dass meine Daten damit auswertbar werden fuhr ich ins Institut um dort festzustellen, dass das Gerät nichts aufgenommen hatte. Es ist nicht mehr feststellbar weswegen, aber es besteht die Chance, dass es mein eigener Fehler war, was die Frustration über den Fehlschlag nicht gerade senkt.

 

Martin schlug vor, dass ich lerne, mir das Gerät selbst anzulegen, was Thomas und ich aber für nicht durchführbar halten. Trotzdem bin ich dank eines Hinweises von Rathiga auf eine Idee gekommen, die Anzahl der aufgenommenen Nächte bis zu meiner Abreise zu erhöhen: Lydia, meine 75jährige Vermieterin bekommt heute Abend einen Crashkurs im EEG-Anlegen und hilft mir dann hoffentlich an den Wochenenden, die Elektroden zu kleben. Sie weiß noch nichts von Ihrem Glück, das jetzt öfter machen zu dürfen - ich hoffe, sie hilft uns.

 

Außerdem teste ich heute Nacht ein anderes Gerät eines Startups um die Reliabilität zu testen und ob es einsetzbar ist für großflächige Studien. Simon und Rathiga haben bereits damit geschlafen. Simon ist Klarträumer, Rathiga nicht. Simon hat früh in der Nacht REM-Phasen während Rathiga das klassische Hypnogramm zeigt, in dem die REM-Phasen erst am Ende der Nacht auftreten. Ich bin schnell mit Schlüssen und Theorien, vielleicht zu schnell - aber was ist, wenn das ein Merkmal trainierter Träumer ist: frühe REM-Phasen? Ich beobachtete mit fortschreitendem Training diese Veränderung an mir selbst.

 

Am Sonnabend findet das erste Senoitreffen im Reallife statt (wenn man von dem absieht, was auf dem internationalen Klartraumtreffen von Dreamweaver damals im Ruhrpott stattfand). Ich bin gespannt, ob es erfolgreich sein wird.

 

Hellwache Träume!

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Gedanken zur N(M)acht

 

Im Institut rede ich in den Pausen häufig mit Maria. Maria kommt aus Polen und ist fasziniert von meinem Forschungsgebiet. Sie staunt immer ungläubig und sagt Sachen wie: wenn ihr erzählt, hört sich das immer wie science fiction an!
Maria hat einen Freund. Peter. Ich habe Peter noch nicht getroffen, aber ich bringe ihm das Klarträumen bei.
Eine meiner Aufgaben war es, 5 Wünsche an einen imaginären Dschinn zu formulieren. Und Peter verhalf mit dabei zu einer wichtigen Erkenntnis: wir haben Angst zu träumen!
Wir haben Angst, uns Weltfrieden zu wünschen, weil wir Angst haben enttäuscht zu werden. Aber wie wollen wir Weltfrieden jemals erreichen, wenn wir uns verbieten, davon zu träumen!?
Klar können wir enttäuscht werden - das ist ja das Tolle! Das ist das Salz in der Suppe des Lebens! Stell dir vor, alles, was du dir wünscht, würde augenblicklich in Erfüllung gehen. Nach spätestens 5 Minuten wärst du gelangweilt oder verängstigt - eins von beidem. Allmacht ist nichts, was man sich wünschen sollte; ganz einfach, weil sie ein Fluch wäre...
Aber zum Glück können wir scheitern. Nicht alles, was wir wünschen, wovon wir träumen, wird wahr. Zum Glück. Nur lässt uns die Angst vor der Enttäuschung und der Verantwortung uns selbst und anderen gegenüber lieber gar nicht erst wünschen und träumen. Das ist krank. Daran leidet die Welt. 
Wünsch dir was! ;)
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Eine wunderbare Verwandlung

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Mein erstes EEG

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Klar aber nicht klar genug

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Mit mir und nicht gegen mich arbeiten

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Traumerinnerung boosten - ein Versuch mit Hypnose

Klarheit, Kontrolle, Stabilität, Erinnerung - ohne die Erinnerung ist alles andere wertlos. Das ist im Traum so wie im Leben. Deshalb ist heute Hypnose angesagt.

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Blitze im Traum

Guten Morgen! Die nächtliche Abenteuerreise ist vorüber und ich bin wieder in heimischen Gewässern.

Ich bin gespannt, ob man in den EEG-Daten irgendetwas erkennt, was mein Abenteuer widerspiegelt.
Hier seht ihr die Videoaufnahme von heute Nacht. Ich bitte meine Verschlafenheit zu entschuldigen - als Traumfahrer kann man nicht immer sexy und gestylt sein ;)
Jetzt heißt es, EEG waschen und ab ins Institut und nachgucken! :)
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Heureka! Wie man Kontrolle steigert!

Die fünfte Nach mit Somnsoscreen.

 

Ich habe gestern Zizi erzählt, wie man die Traumkontrolle steigert. Und dann hatte ich meinen eigenen Tipp wieder vergessen. Und ich wusste: das ist wichtig, gerade für meine Forschung, weil ich Kontrolle messe (mit möglichst großer Variabilität) und eventuell EEG-sichtbare Korrelate entdecken will - aber mir fiel beim besten Willen mein eigener Tipp nicht mehr ein.

 

Jetzt weiß ich es wieder: Nimm dein Ziel in Gedanken (also in deiner Vorstellung) vorweg! Das wirkt im Traum noch extremer als im Wachleben. Das Wachleben ist nicht so plastisch wie der Traum, aber plastischer als viele denken. Stellt man sich im Traum etwas vor, ist es extrem wahrscheinlich, dass es (Traum)wirklichkeit wird.

 

Also, hellwache Träume!

 

Euer Uwe Krüger

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Berg und Tal in Berg en Dal: die Achterbahn des Lebens rollt

 

 

Aber heute brachte mich Freddy auf eine tolle Idee, so dass ich wieder motiviert bin, einen Eintrag zu machen. Zunächst eine kurze Abhandlung über die Hölle:
Wir sind die ganze Nacht in Amsterdam herumgeirrt, entweder auf der Suche nach einem Schlafplatz oder unseren Fahrrädern.
War nicht schön.
Amsterdam ist ein Moloch.
Überall stehen Zwangsprostituierte in den Schaufenstern und an jeder Ecke stinkt es nach Weed.
Und eine unglaubliche besoffene und bekiffte Menschenmenge gafft die Nutten an.
Schrecklich.
Wir ließen unsere Fahrräder nichtsahnend an der ersten Brücke ohne zu wissen, dass es davon tausende in Amsterdam gibt, die gleich aussehen.
Und dann fanden wir sie nicht wieder.
Ich hatte dann irgendwann die rettende Idee die App aufzurufen, die uns her navigiert hat.
Da haben wir die richtige Brücke dann gefunden.
Nach der „verlorenen“ Nacht schlief ich den ganzen Tag und die ganze Nacht. Heute hatten wir wieder Labmeeting. Einmal ein kurzes mit Martins Gruppe und ein längeres mit Guillens Gruppe. 
Ich saß dort und lauschte gespannt den Vorträgen. Eine innere Stimme sagte: „Mist! Du verstehst nicht viel! Du hast gerade mal eine ungefähre Ahnung, worum es geht, aber nicht mehr!“ Aber augenblicklich meldete sich eine andere Stimme, die argumentierte: „Junge! Du sitzt in einem weltweit führenden wissenschaftlichen Institut und hörst den Vortrag eines italienischen Forschers in Englisch (mit B1 Level - ich meine mein Level, nicht seins) und zwar, weil du Teil des Teams bist! Du machst das zum ersten Mal in deinem Leben! Was erwartest du? Freue dich, hier zu sein!“ 
Und danach plauschte ich mit Freddy, der sagte: Was misst du, wenn du die Klarheit misst? Ich überlegte und dann fiel es mir wie Schuppen von den Augen: ich kann die Klarheit nicht eindimensional messen! Laut meiner eigenen Überzeugung besteht sie mindestens aus drei lose zusammenhängenden Dimensionen: Klarheit, Kontrolle und Stabilität! Und jetzt fällt mir ein: Erinnerung ist eine vierte Dimension. Ich muss meine Messungen, die bis jetzt nur auf subjektiven Schätzungen beruhen, also aufteilen auf diese Dimensionen, sonst verwäscht sich womöglich alles, was ich finden könnte.
Ich bedankte mich bei Freddy für diese Idee/Anregung, worauf er sagte: „Die besten Ideen hat man niemals selber; hast du das noch nicht gemerkt?“
Freddy ist lustig. Erwähnte ich schon, dass ich stolz bin, Mitglied einer so illustren Runde zu sein?
Vom zweiten Vortrag verstand ich auch nicht viel. Und ich darf natürlich nicht über laufende Forschung plaudern, aber ich denke, es nicht zu viel verraten, wenn ich sage, dass es um Weltraumforschung ging. Und wenn ich auch inhaltlich wenig verstand: eines merkte ich deutlich: den Stolz Martin Dreslers über dieses Projekt aus seiner Gruppe und den Respekt und die Anerkennung, die die Zuhörer diesem Projekt zollten. 
Wirklich faszinierend. I arrived at the right place! :)
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Ich lebe meinen Traum und träume mein Leben

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Same procedure as every night

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I arrived at the right place!

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Wer bin ich

Mein Name ist Uwe Krüger.  Als Kind litt ich unter Alpträumen und lernte, mich selbst daraus zu wecken. Erst 2013 erkannte ich das Potenzial der Traumerkenntnis und des luziden Träumens und wurde Oneironaut. Seitdem träume ich regelmäßig klar. Lassen Sie sich in die Welten Ihrer Träume entführen. Viel Spaß und hellwache Träume!

Lebenslauf

- geboren 1977

- 1996 Abitur in Aschersleben

- Philosophie-, Psychologie- und Journalistikstudium in Leipzig bis 2001

- Steuerfachangestellter in Berlin 2003

- 2007 Bilanzbuchhalter

- seit Dezember 2013 Traumtagebuch

- seit Januar 2014 Oneironaut

- seit 2015 Psychologiestudent an der HU Berlin



Schlafen für die Wissenschaft! Träumen für die Menschheit! Was könnte man
mehr vom Leben erwarten?

Ich bin glücklich. Presst die Daumen, dass ich in den kommenden Nächten mit EEG basal klar werde. Das wäre ein großer Schritt für mich und ein großer Schritt für die Menschheit. ;)

In wenigen Minuten startet die Aufnahme. Ich muss mich vorbereiten!

Hellwache Träume!

Eur Uwe